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Warum ist  Verzicht ein              Um Jesu willen alles verlas-        einer großen Verheißung: 100x so
        100-facher Lebensstil?               sen?                                viel. Es wäre ja wirklich dumm,
        Ein  Verzichten  (ein  Nein  mir     Jesus spricht hier nicht nur vom    sich mit ein wenig zufrieden zu
        selbst gegenüber) ist ein Gewinn!    Verzicht auf materiellen Besitz,    geben, wenn sooo viel mehr mög-
        Es ist ein Gewinn, vor allem         sondern auf alles, was uns davon    lich ist. Und doch hat das Ganze
        wenn es gleichzeitig ein Vertrau-    abhält, ihm nachzufolgen. Das       einen Kampf in mir ausgelöst.
        ensschritt auf Gott hin ist.         können Beziehungen, Karriere,       Das bedeutet „loslassen", das alte,
        Jesus sagt: „Es ist niemand, der     Status oder auch persönliche Ge-    vertraute Muster loslassen, dazu
        Haus ... verlässt um meinetwegen     wohnheiten sein. Es gilt, die rich-  Nein sagen, IHM überlassen und
        und um des Evangeliums willen,       tigen Prioritäten zu setzen: Gott   vertrauen, dass ER etwas vieeel
        der nicht hundertfach empfan-        soll an erster Stelle stehen.       Besseres für mich hat.
        ge: jetzt in dieser Zeit ... mitten   Durch den Verzicht auf das bis-    Es gab in meinem Leben immer
        unter Verfolgungen - und in der      herige „alte Leben“ wird Platz      wieder solche Weggabelungen, an
        zukünftigen Welt das ewige Le-       geschaffen für ein neues Leben      denen ich mich für oder gegen das
        ben.“ Mk 10, 29. 30                  in Christus. Dieses Leben ist ge-   Leben entscheiden musste.
                                             prägt von Freiheit, Liebe und ei-   In einer bestimmten Situation
        Das Motiv des  Verzichtens ist:      ner tiefen  Verbindung zu Gott,     habe ich z.B. auf meinen Stolz
        „um meinetwillen“, d.h. um Jesu      im Vertrauen, dass Gott für alle    verzichtet und bekam Gnade
        willen.                              Bedürfnisse sorgen wird.            und Barmherzigkeit geschenkt.
                                             Und dieser Jesus, der sich für      Jetzt hatte ich ein volles „JA". Ja,
        Röm. 8, 31-39:                       mich hingegeben hat, gibt hun-      ich will diesen neuen Vertrauens-
        „Was sollen wir nun dazu sagen?      dertfach zurück. Da will ich doch   schritt wagen, weil ER vertrauens-
        Ist Gott für uns, wer ist dann ge-   gerne verzichten.                   würdig ist. Dann schaute ich mir
        gen uns?                             Das heißt nicht, wenn  ich auf      noch einmal die Stelle im Marku-
        Er hat seinen eigenen Sohn nicht     eine  Tafel Schokolade verzich-     sevangelium an (MK 10, 29 f.)
        verschont, sondern ihn für uns       te, dass ich dann 100 Tafeln da-    und blieb an den zwei  Worten
        alle hingegeben - wie sollte er uns   für zurückbekomme. Sondern:        hängen: „um meinetwillen". Ver-
        mit ihm nicht alles schenken?        Wenn  wir  verzichten  um  Jesu     zichten „um Jesu willen", das hat
        Wer kann die Auserwählten Got-       willen, werden wir etwas Besse-     mich tief bewegt. Daraus wurde
        tes anklagen? Gott ist es, der ge-   res (100-fach) bekommen! Etwas      ein „um deinetwillen" und da ist
        recht macht. Wer kann sie verur-     Besseres! Eine andere Lebensqua-    wirklich ein „Richtungswechsel"
        teilen?                              lität!                              in mir passiert - ich schaute von
        Christus Jesus, der gestorben ist,   Und Jesus sagt: „In dieser Zeit“.   mir  weg  auf  IHN  hin.  Es  geht
        mehr noch: Der auferweckt wor-       Jetzt, nicht erst nach dem Tode.    um IHN und Sein Reich, um den
        den ist, er sitzt zur Rechten Got-   Jetzt!                              Schatz,  die  kostbare  Perle...  Ja:
        tes und tritt für uns ein.                                               Um Jesu willen verzichte ich jetzt
        Was kann uns scheiden von der        Eine Seminarteilnehmerin schrieb    auf das, was mir wichtig erschien
        Liebe Christi? Bedrängnis oder       mir:                                (Tatendrang, Ehre, Beziehungen,
        Not oder  Verfolgung, Hunger         „In den vergangenen Tagen habe      Schnäppchen, Bequemlichkeit ...)
        oder Kälte, Gefahr oder Schwert?     ich mich mit dieser neuen Her-      und bin in freudiger Erwartung,
        …                                    ausforderung des 100-fachen Le-     was ER mir dafür schenken wird.
        Denn ich bin gewiss: Weder Tod       bensstils auseinandergesetzt.       Ich bin sicher, es wird wunderbar
        noch Leben, weder Engel noch         Mir ist das Bild einer Weggabe-     sein, nicht nur für mich, son-
        Mächte,  weder  Gegenwärtiges        lung gekommen: Ich stehe davor      dern auch für andere und SEIN
        noch Zukünftiges noch Gewal-         und weiß, dass von dieser Ent-      Reich.“
        ten, weder Höhe oder Tiefe noch      scheidung abhängig ist, in wel-
        irgendeine andere Kreatur kön-       che Richtung der Weg führt. Ich
        nen uns scheiden von der Liebe       kann den Weg weitergehen, wie
        Gottes, die in Christus Jesus ist,   bisher, mit ein bisschen Gewinn
        unserem Herrn.“                      - oder den neuen Weg wählen mit








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